True Romance hatte ich vergessen, der gehört klar auf meine zweite Liste, danke.
Christine müsste ich mal wieder sehen, um beurteilen zu können, ob er heute noch beeindrucken kann.
Die Verurteilten habe ich vor kurzem zum ersten Mal gesehen. Ich mochte ihn sehr. Ihn als einen der "wichtigsten der Filmgeschichte überhaupt" zu bezeichnen, schießt m.E. aber weit übers Ziel hinaus. (Wichtig für wen oder was eigentlich?

)
Mulholland Drive wird so oft als guter Film genannt, dass ich ihn jetzt endlich mal gesehen habe, die Aufnahme wartete seit Jahren darauf. Die ersten eineinhalb Stunden waren wirklich spannend, aber dann wurde es mir zu lang und - mit Verlaub - zu abstrus. Für solche Genremischungen bin ich innerhalb eines Films nicht flexibel genug. Ich habe ja heute noch damit zu kämpfen, dass
From Dusk Till Dawn sich so völlig unerwartet vom Roadmovie ins Vampirspektakel stürzt.
12 Monkeys wurde nun auch endlich mal von Anfang bis Ende gekuckt. Na ja, ok. Ähnliches Problem, ein bisschen zu wirr und zu schrill für meinen Geschmack.
Ferris macht blau wurde nun auch schon so oft empfohlen, dass er es endlich als Tina auf den Topf geschafft hat, genauso wie der unkaputtbare
Blade Runner, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob ich ihn jemals vollständig gesehen habe. Wird nachgeholt, ist schließlich ein Ridley-Scott-Film.
Tarantula,
Formicula, Die Zeitmaschine und
Jahr 2022 ... sind Folklore. (
Tron überigens auch, obwohl er viel jünger ist. Das ist aber natürlich seiner Machart als erster Animationsfilm geschuldet.) Diese Filme haben ihre beste Zeit gesehen. Sie rettet auch nicht der Umstand, dass sie Meilensteine, Wegbereiter, genreschaffend oder weiß der Geier was alles waren. Vor 15 oder 20 Jahren wären sie auch noch auf meinen Listen erschienen. Aber heute geht das nicht mehr.
Das gilt i.W. leider auch für die meisten Hitchcocks und Konsorten und damit für die Cary Grants, James Stewarts und Doris Days dieser Welt. Ich habe kürzlich versucht, mal wieder
Ein Hauch von Nerz zu sehen. Nach 20 Minuten habe ich mich gefragt, wann die Haupthandlung endlich beginnt und dann begriffen, dass die "überbordende Action" der fünfziger Jahre längst im Gange war.
Wir sind verwöhnt. Ich glaube, dass fast alles, was vor 1980 gedreht wurde, mir heute ziemlich lahm vorkommt. Das liegt neben der heute angebotenen Action natürlich auch an der Schnittgeschwindigkeit. Ich habe gelesen, dass
Ein Quantum Trost im Durchschnitt alle 1,7 Sekunden eine neue Kameraeinstellung zeigt!

Kein Wunder, dass ich den Streifen nicht kapiert habe.
Natürlich durchbrechen einige Ausnahmen dieses Muster.
Casablanca ist ganz bestimmt eine davon. Und
Spiel mir das Lied vom Tod wird überhaupt erst durch seine Langsamkeit zu dem Meisterwerk, das es ist.